Trauerbeistand e.V.

Trauergruppen

Wir begleiten in Einzelgesprächen und in Gruppen,
Menschen in schwierigen Lebensphasen
nach Abschied, Verlust, Sterben und Tod.


Wege der Trauer

Wem kann ich meine Tränen zeigen?

Nach der ersten Zeit des Zurückziehens gleich nach dem Tod eines Lebenspartners oder eines nahen Menschen kommt irgendwann der Zeitpunkt, um den Schmerz ein Stück nach draußen zu lassen. Dann ist es manchmal schwer Unterstützung und Verständnis von anderen Menschen zu bekommen, auch wenn Ihnen diese nahe stehen. Diese Erfahrung machen viele Menschen.

Tod und Trauer wird, zumindest von denjenigen, die nicht selbst betroffen sind, möglichst schnell wieder aus den Gedanken verbannt. Aber Trauerprozesse dauern viel länger. Auch nach Jahren gibt es immer wieder Zeiten, in denen die Trauer die Gegenwart überschattet. Der Trauerprozess ist die natürliche Reaktion eines Menschen auf Verlust, für die jeder seine eigene Zeit braucht. Auch nach zwei oder drei Jahren sind Trauergefühle etwas ganz normales und nichts Besorgniserregendes, auch wenn Außenstehende dies oftmals anders sehen. Eine Möglichkeit damit umzugehen sind Trauergruppen. Im Rahmen einer kleinen geschützten Gruppe bietet sich die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, Verständnis für das eigene Erleben zu spüren und neue Anstöße zu bekommen.

Eine kleine Gruppe macht zunächst auch einmal Angst: Stehe ich hier zu stark im Mittelpunkt? Kann ich mich auch zurückziehen und abgrenzen, wenn ich es brauche? Fragen die wichtig genommen werden.

Dem gegenüber steht die Erfahrung, wie gut es tut, mit Menschen zusammen zu kommen, die eine ähnliche Erfahrung durchgemacht haben. Es erscheint unwichtig ob der Partner oder nahe Mensch erst vor drei Monaten oder drei Jahren gestorben ist. Wichtig dagegen werden die Gefühle. Zum Beispiel, dass die 60 jährige Dagmar, deren Mann durch einen Unfall ums Leben kam, einen ähnlichen Ärger empfand, als Angehörige nach einer Woche beim Räumen des Schrankes helfen wollten, wie der 35 jährige Bernd, dessen Freundin an Krebs starb. Eine solche Gruppe kann dem Trauernden helfen, eine Art innere Bilanz zu ziehen und sich für das eigene weitere Leben zu entscheiden, wie er mit den gemachten Erfahrungen umgehen möchte. Was ist kostbar und soll bewahrt werden und was belastet und kann abgegeben werden. Erkenntnisse, die jeder für sich selbst entwickelt.

Weitere Infos unter Tel. 0531 - 12 43 40

 

Kinder-Trauergruppe "Patronus"

Kinder trauern anders als Erwachsene. In der einen Minute sind sie sehr traurig und weinen und in der nächsten Minute toben sie wieder umher. Aber trotzdem trauern sie, wenn ein lieber Mensch plötzlich nicht mehr da ist. Wichtig ist, dass man sie ernst nimmt und mit einbezieht.

Wir wollen es uns zur Aufgabe machen, Kinder in unserer Gruppe aufzufangen, die einen lieben Menschen verloren haben. Sie können mit ihresgleichen trauern, spielen, reden oder kreativ sein, denn oft sind Eltern oder engere Familienmitglieder durch ihre eigene Trauer damit überfordert. Kinder sollen die Möglichkeit haben mit anderen Kindern über das Geschehene zu sprechen und es gemeinsam zu verarbeiten. Ganz ohne Zwang, abwechslungsreich und spielerisch.

Wir möchten, dass die Kinder merken, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind, sie sollen lernen, dass Wut und Angst dazugehören und dass man der Trauer einen Platz im Leben geben kann und auch muss. Sonst besteht die Gefahr, dass es sie für den Rest ihres Lebens negativ beeinflusst. Sie sollen ein Gruppengefühl entwickeln und so, im Schutz der Gruppe, in ihr "normales Leben" zurückfinden.

Selbstverständlich wollen wir die Eltern nicht außen vor lassen. Wir wollen auch ihnen Hilfestellung beim Umgang mit den Kindern geben und sie in der Arbeit und Entwicklung der Gruppe mit einbeziehen.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 16 Jahren auf, da unsere Erfahrungen gezeigt haben, dass gerade die unterschiedlichen Altersstufen die positive Dynamik der Gruppe ausmacht. Zehn Treffen finden vierzehntägig (freitags von 16.00 bis 17.30 Uhr) in den Räumlichkeiten der
ev. luth Kirchengemeinde St.Johannes Baptista im Winkel 5, in 38110 Wenden statt.

Es ist für den Trauerprozess wichtig, dass die Kinder ohne eine erwachsene Bezugsperson an der Gruppe teilnehmen, da ihre eigene Trauer im Vordergrund steht. Die Eltern werden zwischendurch zu einem gesonderten Elternabend eingeladen. Natürlich sind wir auch nach jedem Treffen zu Tür- und Angelgesprächen bereit.

Anmeldung:

Ihr Kind kann beim Trauerbeistand e.V.

Telefon: 05 31 / 12 43 40 vorangemeldet werden.

Kosten für Material und Verpflegung betragen 50,00 Euro (10 x 1,5 Stunden).

(Geschwisterermäßigung 50%)

Die Kinder-Trauer-Gruppe 'Patronus' finden in den Räumlichkeiten
der ev. luth Kirchengemeinde St.Johannes Baptista im Winkel 5, in 38110 Wenden statt.

 

Geleitet wird die Gruppe von Bestatterin und Trauerbegleiterin
Stephanie Szielasko-Heide Trauerbeistand e.v..

In Zusammenarbeit mit der ev.-luth. Kirchengmeinde St. Johannes Baptista in Wenden.

Schlüsselworte

Sterben, Tod, Trauer

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Anschrift

Lincolnstr. 46 - 47
38112 Braunschweig

Kontakt

Telefon: 0531 124340
Telefax: 0531 2506761
E-Mail: kontakt@trauerbeistand-ev.de
Web: http://www.trauerbeistand-ev.de

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